Letzte Woche war ich auf der
4. deutschen KuVS Summer School in
Malente. Thema der Veranstaltung war "Selbstorganisation". Die Anreise erfolgte am Sonntag, den 18. Juni (leider genau am Geburtstag meiner Mutter). Ich startete am Mittag aus Braunschweig. Die Route nach Malente geht über Hannover, Hamburg und Lübeck. Daher war wieder etwas Spannung da, ob ich in Hamburg meinen Anschlusszug nach Lübeck bekommen würde. Ich war zwar pünktlich am Bahnsteig, jedoch fuhr kein Zug: ein anderer Zug war entgleist, sodass die Strecke nach Lübeck gesperrt war. Es wurde jedoch ein sog. Schienenersatzverkehr eingerichtet (also ein Bus), der uns nach
Ahrensburg brachte, von wo aus der Zug (dann planmäßig) nach Lübeck fuhr. So kam ich also eine Stunde später in Malente an.
Das Hotel (Intermar) liegt im Ortsteil Malente-Gremsmühlen, direkt am
Dieksee. Es ist nicht zu verfehlen, denn es ist ein großer Betonklotz aus den 60er Jahren. Auch innen erkennt man sehr deutlich, von wann das Gebäude ist. Man merkt an jeder Ecke, dass das Hotel schon bessere Zeiten gesehen hat. Nach dem ich mich auf dem Zimmer frisch gemacht hatte, ging ich ins Restaurant. Die Kollegen, die aus allen Teilen Deutschlands angereist waren, warteten noch mit dem Abendessen auf die Nachzügler.
Nach dem Essen gingen wir in einen Biergarten direkt am Seeufer (siehe Foto). Als dieser um 23:00 Uhr schloss, hatten die meisten auch schon die nötig Bettschwere erreicht. Ich genoss danach noch etwa 10 Minuten den tollen Ausblick vom Balkon über den See. Es war noch nicht komplett dunkel! Auch wenn das Zimmer ziemlich klein und nicht sehr gemütlich war (das Bett war nur 90 cm breit), machte der Balkon mit Seeblick einiges wieder wett.
Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es dann mit den Vorträgen los. Im großen und ganzen waren alle Präsentationen interessant, auch wenn einige doch sehr stark auf Sensornetzwerke ausgerichtet waren, mit denen ich nicht soviel am Hut habe. Die Vorträge gingen bis etwa 16:00 Uhr (Mittags machten wir noch eine Pause zum Essen). Danach begann der Social Event. Am Dienstag gab es dann "volles Programm" Vortäge. Der letzte Vortrag wurde allerdings für 2 Stunden unterbrochen, da die
deutsche Fußballnationalmannschaft ihr letztes Vorrundenspiel der
WM gegen
Ecuador bestreiten musste (das
bekanntlich mit 3:0 endete). Schönes Spiel, das wir zusammen mit einigen Rentnern in der Lobby des Hotels sahen. Einer der Rentner hatte eine Schachtel dabei, die die
deutsche Nationalhymne spielte, wenn man sie öffnete. Glücklicherweise öffnete er sie nur, wenn Deutschland ein Tor geschossen hatte. Abends wollten wir in Malente ausgehen, aber wir landeten letztlich nach einem kurzen Spaziergang durch den Ort doch wieder im Biergarten von Sonntag Abend.
Am Mittwoch reisten wir nach dem Mittagessen wieder zurück. Zuvor hörten wir allerdings noch spannende Vorträge. Die Rückreise verlief dann wie geplant. Alles in allem eine gelungene Summer School: spannende Vorträge, interessante Diskussionen und viele Gespräche zwischen den Teilnehmern und natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz.